Der Franziskus- ein Wahrzeichen in Grafenwald

Dokumentation der Restaurierung 2006/2007

Oktober 1896

Die Original- Franziskus- Statue, aufgestellt von Franz May und seiner Frau Franziska Feldhaus im Wald hinter seinem Anwesen am Vossundern.

 

Mai 2007

Die restaurierte Statue an ihrem neuen Standort auf dem Gelände der Kirche HI. Familie vor den Grundmauern der alten Pfarrkirche.

 

Der Franziskus an seinem früheren Standort. Auf einer Waldlichtung ca. 100 m südlich der Straße Vossundern stand die Statue von 1896-1996

St. Franziskus Xaver
Geb. am 7. April 1506 auf Schloss Javier, Navarra, Spanien
Gest. am 3. Dezember 1552 auf der Insel Sancian bei Kanton, China
Franz Xaver gilt als einer der größten christlichen Missionare und wird auch als Apostel Indiens und Japans bezeichnet. Die Begegnung mit lgnatius von Loyola, dem Gründer des Jesuiten-Ordens, während seines Studiums 1525 in Paris, prägt seinen Lebensweg. 1537 wird Franz Xaver zum Priester geweiht und erhält 1541 vom Papst den Auftrag, im Femen Osten das Evangelium zu verkünden. Nach 10jähriger Missionstätigkeit in Indien, Ceylon und Japan stirbt er auf der Reise nach China.
Franz Xaver wurde 1610 selig und 1622 heilig gesprochen. Er ist der Patron Indiens und aller katholischen Missionen.

Das Franziskus-Standbild
Im Grafenwälder Sprachgebrauch "Der Franziskus" wurde von Franz May am 3. Oktober 1896 im Wald hinter seinem Hof am Vossundern aufgestellt. Der Franziskus war über viele Generationen hinweg ein beliebter Treffpunkt für jung und alt.
Der Stifter Franz May, geb. am 2. Juli. 1847 in Gladbeck gest. am 10.September 1906 in Köln, war eine herausragende Persönlichkeit in der Geschichte Grafenwalds. Die Pfarre HI. Familie Grafenwald ist ihm zu großem Dank verpflichtet. Franz May stiftete das heutige Kirchengelände (7 Morgen), auf dem 1899 die erste Kirche in Grafenwald eingeweiht werden konnte. Für die junge Gemeinde war Franz May ein wichtiger Förderer und Gönner.

Der Franziskus auf dem Hof Schlüter am Vossundern

Im laufe der Jahre wurde die Statue mehrfach durch Vandalismus beschädigt.
Nach einer größeren Beschädigung wurde 1996 der Standort ca. 100 m weiter nördlich auf den Hof Schlüter verlegt.
Am Tag des hundertjährigen Jubiläums erfolgte die Neueinsegnung durch Pfarrer Bernhard Fögeling.

Sommer 2006
Der Hof Schlüter wird verkauft. Der Kirchenvorstand unter Vorsitz von Pfarrer Fögeling beschließt, die Statue auf dem Kirchengelände aufzustellen.
Nach Rücksprache mit dem Bistum wurde entschieden, dass vor der Umsetzung die Statue (insbesondere Gesicht und Hände wiesen Verfremdungen auf) wieder dem ursprünglichen Aussehen entsprechen sollte, d. h. eine Restaurierung der Statue wurde notwendig.
Auf Empfehlung von Dr. Grote, Bistumskonservator, wurde Kontakt mit Bildhauern aufgenommen. Der Auftrag wurde an den Bildhauer Sebastian Springer aus Telgte vergeben.

November 2006
Die Restaurierung im Atelier Springer in Telgte.
Die Statue wird vom Bildhauer demontiert und mit einem Kranwagen der Fa. Timmerhaus nach Telgte gebracht.

Dezember 2006
Zunächst wurde die Statue von den alten Farbschichten befreit. Erst jetzt wurden auch Beschädigungen, die schon früher ausgebessert wurden, sichtbar. Der Kopf und die rechte Hand wurden neu geschlagen (Vierung), die anderen Beschädigungen wurden durch Anfügungen beseitigt.


Statue als Torso (ohne Kopf,
ohne rechte Hand,
Teile der linken Schulter
und des Gewandes fehlen)

Der Künstler mit dem neu
geschlagenen Kopf.
Alte Fotos waren hierbei
ein unerlässliches Hilfsmittel.

Anpassungsarbeiten an Kopf
und Kragenpartie

Februar 2007
Die Restaurierung ist abgeschlossen. Die fertige Statue wird durch Dr. Grote vom Bistum und Pfarrer Manfred Stücker sowie Mitgliedern des Kirchenvorstandes abgenommen.


Die restaurierte Statue

Dr. Grote vom BGV Münster

Pfarrer Manfred Stücker, Willi Stennmans
und Norbert Hülskemper bei der Abnahme

März 2007

Auf dem Kirchengelände muss ein neuer Standort ausgewählt werden. Als Entscheidungshilfe wurde auf Rat von Dr. Grate ein Modell aus Holz mit lebensgroßem Fotoausdruck in Echtgröße hergestellt. Dieses Modell wurde an verschiedene Stellen auf dem Kirchengelände gestellt.
Als geeigneter Ort, wurde ein Platz an der Grundmauer der alten Kirche ausgewählt. Ausschlaggebend für den Standort war, dass die Statue mit dem Rücken zum Norden steht, sodass man im gesamten Tagesverlauf mit dem Licht die Statue betrachten kann.


Das Holzmodell vor dem
künftigen Standort.

April 2007
Mitglieder der KAB haben die Aufgabe zur Herrichtung des neuen Sockels übernommen.
Das Fundament wird ausgehoben, dabei trifft man auf die Grundmauern der alten Sakristei. Diese Stelle ist als Fundament gut geeignet und hat gleichzeitig historischen Hintergrund
(Statuenstifter Franz May war gleichzeitig Mitinitiator des Baues der alten Kirche).

Südseite der alten Kirche Der Betonsockel ist gut mit
Eisen (Eisenkörben) armiert

24. April 2007
Die Statue wird aufgestellt. Bildhauer Springer transportiert selbst die Statue mit einem Kranwagen nach Grafenwald.

Der Sockel wird per Kran vom LKW auf das Fundament gestellt.  
Die Statue wird mit Haltegurten vorsichtig auf den Sockel gehoben. Ein Führungsstift aus Edelstahl sorgt für eine sichere Verbindung zwischen Sockel und Figur.
Es ist geschafft, Sockel und Figur sind zusammengefügt. Es muss alles lotrecht sein.
Der Künstler Sebastian Springer mit
seinem gelungenen Werk.
   

Sonntag, 29. April 2007
Nach dem Hochamt fand bei herrlichem Wetter und guter Beteiligung die Neueinweihung statt.

Pfarrer Stücker bei der Neueinsegnung  
Dr. Gabriela May (Urenkelin von Franz May) war beim Festakt anwesend.    

Infotafel

Eine Infotafel ist neben der Statue aufgestellt.
Die Information soll Aufschluss über das Leben und Wirken von Franziskus Xaver geben und die Erinnerung an den Grafenwälder Franz May wach halten.

Inhalt der Infotafel

"St. Franziskus Xaver

Geb. am 7. April 1506 auf Schloss Javier, Navarra, Spanien
Gest. am 3. Dezember 1552 auf der Insel Sancian bei Kanton, China
Franz Xaver gilt als einer der größten christlichen Missionare und wird auch als Apostel Indiens und Japans bezeichnet. Die Begegnung mit lgnatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens, während seines Studiums 1525 in Paris prägt seinen Lebensweg. 1537 wird Franz Xaver zum Priester geweiht und erhält 1541 vom Papst den Auftrag, im Femen Osten das Evangelium zu verkünden. Nach 1 Ojähriger Missionstätigkeit in Indien, Ceylon und Japan stirbt er auf der Reise nach China.
Franz Xaver wurde 1610 selig und 1622 heilig gesprochen. Er ist der Patron Indiens und aller katholischen Missionen.

Das Franziskus-Standbild

Im Grafenwälder Sprachgebrauch "Der Franziskus" wurde von Franz May am 3. Oktober 1896 im Wald hinter seinem Hof am Vossundern aufgestellt. Der Franziskus war über viele Generationen hinweg ein beliebter Treffpunkt für jung und alt.
Der Stifter Franz May, geb. am 2. Juli. 1847 in Gladbeck, gest. am 10.September 1906 in Köln, war eine herausragende Persönlichkeit in der Geschichte Grafenwalds. Die Pfarre HI. Familie Grafenwald ist ihm zu großem Dank verpflichtet. Franz May stiftete das heutige Kirchengelände (7 Morgen), auf dem 1899 die erste Kirche in Grafenwald eingeweiht werden konnte. Für die junge Gemeinde war Franz May ein wichtiger Förderer und Gönner.

Restaurierung im Mai 2007


Abschließend möchte sich der Kirchenvorstand bei allen Spendern und Projektbeteiligten bedanken.
Dank sei gesagt

Erstellt von Norbert Hülskemper
September 2007


letzte Änderung: 28.11.2017 Impressum