Straßen in Grafenwald: Am Schleitkamp

Am Schleitkamp stellt die Verbindung zwischen der Bottroper Straße (L 623) in Höhe der Gastwirtschaft Jandewerth-Beyer über die Straße Sensenfeld mit dem Alten Postweg her.

Der Name "Schleit" oder "SchIeid" deutet auf mooriges, schlammiges Wasser hin. Siehe Schleiden/Eifel; Schleid/Rhön; SchIeidern bei Korbach. Diese Deutung scheint durchaus verständlich, da die obere Boy, die dieser Weg überquert, bis in unsere Zeit oftmals über die Ufer trat und so den Weg nur schwer passierbar machte. Die Kirchhellener nannten deshalb den jenseits liegenden Wohnbereich auch Klein-Amerika, weil halt der Zugang durch den vom Bache verursachten "Ozean" sehr beschwerlich und nicht ohne Gefahr zu bewältigen war. Manch ein Kirchgänger war Kavalier genug und trug seine Frau durch die "Fluten", wie glaubwürdig berichtet wurde.

Bis zur Eingemeindung nach Bottrop hieß diese Straße Buchenstraße. Da es in Bottrop-Eigen nahe des Nordfriedhofs bereits eine Buchenstraße gab, wurde die Straße in Grafenwald umbenannt.

Ecke Alter Postweg/Schleitkamp mit den wiederaufgebaute Bauernhaus Heimath Ecke Am Schleitkamp und Alter Postweg mit dem wiederaufgebauten Bauernhaus Heimath  
Defftes Kreuz an der Ecke Sensenfeld  
Zwischen Sensenfeld und Schlesierstraße ist "Am Schleitkamp" nur ein einfacher Sandweg. So müssen früher die meisten Straßen in Grafenwald gewesen sein. Der Alte Postweg wird in der Postkutschenzeit als Sandweg beschrieben und auch die Schneiderstraße war zur Zeit des Baues der alten Kirche noch ein Sandweg.
"Am Schleitkamp" führt ein Stück durch einen Wald. An einem Waldweg steht dieses Schild.
Durchfahrt für Oldtimer verboten?
 
   
   

 


letzte Änderung: 16.08.2006 Impressum
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