Maria Kleine-Brockhoff

  Kirchhellen, den 10. August 1951
Hauptstr. 16


Lebenslauf
der Lehrerin Maria Kleine Brockhoff.

Am 16. November 1915 wurde ich als Tochter des Geschäftsführers Josef Kleine Brockhoff und seiner Ehefrau Margarete geb. Heine in Bottrop geboren. Ich bin röm.-katholisch. Von noch elf lebenden Geschwistern bin ich das jüngste Kind. Außer diesen noch lebenden Geschwistern hatte ich zwei weitere Brüder, die im Kriege gefallen sind. Mein Vater verstarb im Alter von 81 Jahren am 10. März 1947.

Nach vier Grundschuljahren besuchte ich das städtische Lyzeum in Bottrop, nach Umzug der Eltern von Bottrop nach Kirchhellen, das Lyzeum der Ursulinen in Dorsten. Ostern 1933 erhielt ich das Versetzungszeugnis in die Obersekunda. Ich musste damals mein Studium infolge finanzieller Schwierigkeiten meiner Eltern vorerst beenden. Erst Weihnachten 1935 konnte ich mein Studium wieder aufnehmen, gab es jedoch in der Klasse der Unterprima wieder auf, da ich von der Reichspost in Essen als Angestellte übernommen wurde.

Vom 18. Januar 1937 bis zum 15. Jan. 1940 arbeitete ich dort im Fernvermittlungsdienst. Anschließend war ich vom 16. Jan. 1940 bis zum 30. Juni 1940 bei dem Kraftwerk in Essen-Karnap und vom 1. Juli 1940 bis zum 15. Sept. 1942 als Angestellte bei der Stadtverwaltung in Gladbeck beschäftigt.

Am 15. Sept. 1942 nahm ich an einem dreimonatigen Lehrgang für Schulhelferinnen in Dortmund mit Erfolg teil. Ich wurde alsdann am 1. Jan. 1943 dem Schulaufsichtsbezirk Dorsten zugewiesen und mit einer Schulstelle an der Schule Grafenwald in Kirchhellen beauftragt. An dieser Schule war ich bis zu meiner Einberufung zum Sondernotlehrgang für Volksschullehrer in Recklinghausen, welcher vom 15. Sept. 1947 bis zum 31. August 1948 stattfand, als Schulhelferin tätig. Die Abschlussprüfung dieses Lehrgangs habe ich mit "befriedigend" abgelegt. Am 1. Okt. 1948 wurde ich außerplanmäßige Lehrerin an der Schule Grafenwald. Am 17.11.1950 wurde ich zur planmäßigen Lehrerin an dieser Schule ernannt.

M. Kleine Brockhoff

Am 29. Januar 1952 legt Maria Kleine-Brockhoff die zweite Lehrerprüfung ab. Kurz darauf wird sie am 17. März 1952 Beamtin auf Lebenszeit.

Am 18. April 1962 wurde Maria Kleine-Brockhoff zur Konrektorin der Volksschule in Grafenwald ernannt.

Im Sommer 1969 wird aus der Volkschule (1. bis 9. Klasse) eine Grundschule. Da nur noch 6 Klassen vom 1. bis 4. Schuljahr vorhanden sind, entfällt zunächst die Rektorenstelle. Maria Kleine-Brockhoff wird mit der Leitung der Schule beauftragt. 1970 wird Frau Kleine-Brockhoff zur Rektorin der kath. Grundschule Grafenwald ernannt.

Am 27. Juni 1978 wird Maria Kleine-Brockhoff im Alter von 63 Jahren pensioniert.

12 Jahre lang ist Maria Kleine-Brockhoff mit dem Fahrrad von Kirchhellen Mitte nach Grafenwald gefahren, seit 1956 mit dem eigenen Auto. 1964 zieht sie von Kirchhellen nach Grafenwald und erhält eine Lehrerwohnung an der Friedenstraße. Im Jahr vor ihrer Pensionierung verlässt sie die Dienstwohnung und zieht wieder nach Kirchhellen.

Nach ihrer Pensionierung arbeitet sie einige Jahre an drei Vormittagen in der Woche im Büro der Pfarrgemeinde Hl. Familie. In der Pfarrgemeinde hatte die auch seit 1966 die Bücherei geleitet und war in der Laienspielgruppe der kfd aktiv.

Maria Kleine-Brockhoff stirbt am 18. August 2002 und wird am 23. August auf dem Friedhof in Grafenwald beigesetzt.


letzte Änderung: 15.08.2009 Impressum - Datenschutz